Eine gut besuchte Zuchtschau 2017

Am 26.11.2017 wollten sich 45 Teckel in der herbstlich dekorierten Sporthalle in Oberachern dem Richter Artur Lewantowitsch präsentieren. Eine wirklich stolze Zahl, die zuletzt 2010 erreicht wurde. Begrüßt wurden die Teilnehmer von der Zuchtschauleiterin Frau Annegret Görke und der 1. Vorsitzenden Frau Beate Wörner. Extragrußworte wurden an die Landesverbandsvorsitzende Frau Susanne Holzmann gerichtet.

Herr Lewantowitsch erklärte in kurzen Worten den Ablauf. Für erfahrene Zuchtschaubesucher ist die Prozedur ein gewohnter Vorgang, aber es sind auch immer wieder interessierte Zuschauer dabei, denen der Ablauf nicht geläufig ist.

Jeder Teckel wurde zunächst auf den Richtertisch gestellt, um "vermessen" zu werden. Gemessen wird der Brustumfang des Hundes, die Rute wird Wirbel für Wirbel abgetastet, ob nicht ein kleiner Knick da ist, und beim Zahnstatus wird geprüft, ob auch alle Beißerchen vorhanden sind.

Und dann geht es auf die Piste. Schaulaufen ist angesagt. Während die Teckel mit ihren Herrchen oder Frauchen im Ring laufen, erklärt der Richter die Fakten, auf die es zu achten gilt. Als da sind: Haltung beim Laufen, Rutenstellung, Rückenlinie und vieles mehr.

Während die ersten Teckel bereits im Ring laufen, werden immer neue Teckel angemeldet. Auch Menschen, die sich lange nicht gesehen haben, begrüßen sich herzlich. Bei einer Zuchtschau bietet sich eben auch die Möglichkeit, alte Bekannte wieder zu treffen. Und nicht zu vergessen: auch die Hunde begrüßen sich lautstark.

Am Anmeldetisch hat sich auch nach etwa einer halben Stunde nach Beginn der Veranstaltung immer noch eine lange Schlange Wartender gebildet. Auffallend viele kamen von weit her; beispielsweise  vom Ammersee, aus Garmisch-Partenkirchen oder aus Andechs.

Stark vertreten sind Rauhaarteckel, eine kleinere Gruppe bilden die Kurzhaarteckel; auch einige Langhaarteckel sind da. Viele Jungtiere werden vorgestellt. Selten gesehene Teckel stellen die "Tiger" dar, deren auffallend gezeichnetes Fell aus den klassischen Farben hervorsticht.

Während sich das Leben im Ring abspielt, ist auf der Empore der Halle eine zweite Prüfstation eingerichtet. Richterin Ingeborg Bandel macht zusätzlich eine Zahnuntersuchung für den Zahnstatus um alle angemeldeten Teilnehmer schneller zu versorgen.

Hier muss auch noch ausnahmsweise von der Zeit gesprochen werden. Offizieller Beginn der Schau war 10 Uhr; um 11.40 Uhr war die Nummer 40 am Anmeldetisch. Das zeigt auch, dass am Richtertisch Schwerarbeit geleistet wurde.

Es gab bei den Präsentationen im Ring auch komische Szenen, so beispielsweise wenn sich mitten im Lauf der Teckel hinsetzte und nicht mehr wollte. So nach dem Motto: "Ich mag nicht mehr". Immer dieses Posieren... Als ein 5 Monate alter Welpe im Ring war, meinte Richter Lewantowitsch: "Wie ein Model. Das ist das einzige, was ich sagen kann." So lustig und quirlig war das anzusehen.

Eine Beobachtung, die häufig von außen Stehenden gemacht wurde: Die Nase der Hunde im Ring war oft mehr am Boden als oben. Kein Wunder, da waren ja auch soooo tolle und vielseitige Düfte. Auch 4 Welpen die gerade einmal 3 Monate alt waren, kamen vor lauter Schnuppern kaum zum Laufen. Hatten sie ja auch so viele neue Gerüche zu registrieren. Fast zu viel für so ein junges Hündchen.

Während einer Zuchtschau kann der aufmerksame Beobachter vieles über das Verhältnis zwischen Tier und Mensch bemerken. Wenn der Teckel nach der Präsentation die gute Bewertung durch den Richter erhielt, freute sich nicht nur Herrchen oder Frauchen, sondern auch der Teckel wurde liebevoll geherzt.

Immer ein besonderes Ereignis ist das Juniorhandling: Wenn die Jugend ihre Teckel präsentieren. Unter den aufmerksamen Augen der Richterin für Juniorhandling, Stephanie Klein, absolvierten die Jugendlichen das vorgeschriebene Programm. Jeder Bewegungsablauf, jede Schrittkombination ist hier vorgegeben. Und es ist erstaunlich für den Beobachter, wie souverän und konzentriert die Jugendlichen ihre Aufgabe meisterten. Zu bemerken wäre noch, dass in 2 Altersgruppen gelaufen wird, die sich im Alter der teilnehmenden Kinder unterscheidet. Doch auch hier musste ein Tagessieger ermittelt werden. Siegerin wurde Kim Bieser mit  Teckel "Lotta vom Nüstenbacher Grund". Auch Sie durfte einen Pokal in Empfang nehmen. Während die Jugend ihr Programm absolvierte konnte das Mittagessen verzehrt werden. Es gab Spätzle mit Geschnetzeltem.

Der große Moment einer jeden Zuchtschau ist die Wahl des Tagessiegers. Alle Teckel, die ein "Vorzüglich" erhalten haben, stellen sich nochmals den kritischen Augen des Richters. In der Tat keine leichte Aufgabe! So viel schöne Teckel. Aus jeder Haarart wurde der schönste Teckel gewählt. Aus den jeweiligen Erstplatzierten musste dann der Tagessieger ermittelt werden. Diesmal fiel die Wahl auf den Kurzhaarteckel Amy vom Kleinfeldele. Ihre Besitzerin Jessica Wagner erhielt den Pokal.

Mit der Wahl des Tagessiegers ging die Zuchtschau zu Ende. Frau Görke bedankte sich bei den Richtern, und Frau Wörner bedankte sich bei den Helfern, welche die Veranstaltung mit getragen haben. Da am Bühnenrand viele schöne Tannen als Deko standen, konnte mancher Besucher "seinen" Weihnachtsbaum mit nach Hause nehmen.
Horst Mayer

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